Konzepte

Konzept zum Lernen auf Distanz der GGS Oberwinzerfeld ( Stand Januar 2021)

  1. Grundlage und Zielsetzung

Für das Schuljahr 2020/21 wird der Unterricht an der GGS Oberwinzerfeld nach regulären Bedingungen geplant. Alle SuS werden dabei gemäß den geltenden Fachanforderungen in allen Fächern im Präsenzunterricht beschult. Da die Entwicklung des Pandemiegeschehens Einschränkungen des geplanten Präsenzunterrichts erforderlich machen, haben wir mit dem Konzept „Lernen auf Distanz“ einen verbindlichen Rahmen geschaffen, der unseren SuS, ihren Eltern und auch den Lehrkräften als klare einheitliche Richtlinie dient. Ziel ist es, die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften und SuS zu vereinheitlichen, eine Verbindlichkeit zu schaffen und damit eine klare Strukturierung und Rhythmisierung der schulischen Arbeit im häuslichen Umfeld zu erreichen.

Unser schulisches Konzept zum „Lernen auf Distanz“ baut auf den Erfahrungen auf, die wir in -der Phase der coronabedingten Schulschließung im Schuljahr 2019/20 gesammelt haben. Grundlegend sind dabei die Rückmeldungen, die wir von den SuS, ihren Eltern und den Lehrkräften erhalten haben.

  1. Rechtliche Vorgaben

Alle Lehrkräfte sind dienstrechtlich verpflichtet, Distanzunterricht gemäß den Vorgaben durchzuführen. Sie dokumentieren den Distanzunterricht verbindlich im Klassenbuch und halten auch hier die Teilnahme der SuS fest. Die Bewertung der Leistungen der SuS gemäß den Vorgaben und Absprachen innerhalb der Fachkonferenzen bzw. Jahrgangskonferenzen erfolgt durch die Lehrkräfte. Alle SuS unterliegen der Schulpflicht und sind damit zur Teilnahme am Distanzunterricht verpflichtet. Sie erhalten für ihre Leistungen im Distanzunterricht eine Bewertung.

    1. Ausgangssituation in der Schule
  • Personalsituation

KlassenlehrerInnen, Sonderpädagogin, Sozialpädagogin, Sozialarbeiter und Fachlehrer arbeiten stets in festen Klassen- und Jahrgangsteams zusammen. Im Falle der Schließung einer Lerngruppe ist das gesamte Klassenteam verantwortlich für die weitere Beschulung der Kinder.

  • Technische Ressourcen

Leider gibt es an unserer Schule keine mobilen Endgeräte, die an SuS bei Bedarf ausgeliehen werden könnten, da auch die Geräte aus dem Sofortmaßnahmenprogramm weder für SuS noch für LuL geliefert worden sind. Die KollegInnen nutzen ihre eigenen privaten Endgeräte. Drei Klassensätze des Rechentrainers „Little Professor“ stehen zur Verfügung.

  • Anwendungstools

Als Videoplattform wird zurzeit „Jitsi“ erprobt.

Im Jahrgang 4 wird aktuell Moodle und „Padlet“ als sog. „digitale Pinwand“ in den Klassen erprobt. Zukünftig möchten wir Logineo lms nutzen.

Lernmittel digital: ANTON APP, Antolin

Analog: Arbeitshefte und Arbeitsblätter, Papier, Lehrwerke

    1. Ausgangssituation in der häuslichen Lernumgebung
  • Erreichbarkeit der SuS: Die Telefonnummern der Familien sind stets auf dem aktuellen Stand. Die Adressen sind bekannt und meist in Schulnähe, so dass Kinder ohne Email per Posteinwurf zu erreichen sind.
  • Fast alle Familien verfügen mittlerweile über eine Emailadresse. Denjenigen, die immer noch nicht über eine Emailadresse verfügen, soll nahegelegt werden, dass die Erreichbarkeit per Email im Distanzlernen von Vorteil ist und somit die Einrichtung einer Emailadresse wünschenswert ist. Hilfestellungen hierbei sind durch den Schulsozialarbeiter möglich.
  • Technische Ressourcen: Die Abfrage bei allen Eltern ist erfolgt. Leider können immer noch keine Geräte ausgeliehen werden, weil keine Geräte geliefert wurden, Stand Januar 2021.
  • Die Einverständniserklärungen für die Nutzung des Videoportals Jitsi und des Padlets und Moodle liegen vor.
  1. Didaktisches Konzept

Aufgaben /Arbeitspläne

  • werden wöchentlich, jeweils montags zu verschiedenen Zeiten, an unterschiedlichen Orten von den jeweiligen Jahrgangsstufen in der Schule abgeholt. Es wird bei der Organisation auf Kontaktvermeidung geachtet. Der Kontakt auf Distanz von SuS und den LuL ist ausdrücklich erwünscht und dient der Beziehungspflege, Aufmunterung und Problemlösung und Motivation.
  • enthalten eine Angabe zum zeitlichen Rahmen.
  • werden nicht in vollem Umfang der regulären Unterrichtszeit gestellt, sondern berücksichtigen erhöhte organisatorische Anforderungen und evtl. technische Schwierigkeiten.
  • werden differenziert angeboten, so dass sie für alle SuS zu bewältigen sind.
  • enthalten auch sportliche und künstlerische Aufgaben, die SuS Freude bereiten.

Abgabe von Aufgaben

  • Erfolgt mit einer Frist von max. 1 Woche (Wochenplan)
  • Erfolgt in gängigen Formaten. Handschriftliche Unterrichtsergebnisse werden am Montag zurückgegeben im Austausch mit neuen Aufgaben.
  • erfolgt über die Abgabefunktion des Aufgabenmoduls, Hochladen über Moodle, das Klassenpadlet oder per Mail an die Klassenleitung

Feedback

  • Die SuS und die Eltern sollen zu den einzelnen Aufgaben ein Feedback auf dem Wochenplan notieren, damit die Lehrkraft einschätzen kann, ob die Aufgaben vom Schüler gut bewältigt werden konnten. Anschließend gibt die Lehrkraft ihr Feedback zu den erledigten Aufgaben. Mit den neuen Aufgaben erhält der S dieses Lehrerfeedback. Falls erforderlich bereits eher telefonisch.

Leistungsbewertung

In der Schuleingangsphase

  • Kontrolle der analog bzw. digital rückgemeldeten Ergebnisse der Wochenarbeitspläne in der jeweiligen nachfolgenden Woche.
  • Heranziehung von mündlichen Aussagen der SuS bei den reglmäßigen persönlichen Kontakten (Telefon, Videokonferenz) für die Einschätzung des Leistungsstandes

In den Jahrgangsstufen 3 und insbesondere 4

  • siehe Schuleingangsphase
  • bei länger andauerndem Lockdown werden ggf. unter Berücksichtigung der Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes Klassenarbeiten und Testsituationen in der Schule (z.B. in der Turnhalle, mehrere kleinere Gruppen in verschiedenen Klassenräumen)

Unterricht aus der Distanz

  • setzt regelmäßigen Kontakt zwischen Lehrkraft und SuS verbindlich voraus.
  • sieht regelmäßigen Kontakt jeweils montags bei der Materialaus-bzw. -abgabe vor
  • sieht regelmäßige Telefonate dienstags bis freitags in der Zeit von 9 – 11 Uhr vor. Entweder rufen die SuS auf dem Klassenhandy an oder die LuL rufen die SuS an.
  • sieht die Möglichkeit vor, regelmäßig in Videokonferenzen Unterstützung beim Lernen zu erhalten.

Kommunikation

  • erfolgt über den Messenger der Lernplattform oder die Videoplattform Jitsi im Rahmen einer verbindlichen festgelegten Sprechzeit jeder Lehrkraft.
  • erfolgt per Email bei persönlichen Fragen. Emails werden von Lehrkräften mindestens einmal täglich im Rahmen der Sprechzeit beantwortet.
  • Emails werden einmal täglich verbindlich abgerufen und ggf. beantwortet.
  • erfolgt regelmäßig über Telefonate im Rahmen der Sprechzeit. Ggf. werden Hausbesuche durchgeführt.
  • Kommunikation mit den Eltern erfolgt per Email, Telefon. Eltern werden regelmäßig über die Homepage informiert (Transparenz und Sicherheit)
  • Telefonischer Austausch mit der Schulpflegschaft

Unterrichtsgestaltung

  • wird in regelmäßigen (digitalen) Treffen der Jahrgangsteams besprochen.

5. Evaluation

Eine Evaluation

  • muss nach jeder Phase des Distanzunterrichts erfolgen
  • bezieht Lehrkräfte, SuS und Eltern ein.
  • erfolgt in Form von Umfragen
  • dient als Grundlage zur Überprüfung und Fortschreibung des Konzeptes zum Lernen auf Distanz

6. Fortbildung von Lehrkräften

Das Lernen auf Distanz stellt nicht nur SuS , sondern auch uns Lehrkräfte vor neue Aufgaben. Aufgrund der mangelhaften Ausstattung und nicht ausreichend vorhandenen Fortbildungsangeboten installieren wir im Schuljahr 2020/21 ein schulinternes Fortbildungssystem. LuL mit Erfahrung im Umgang mit digitalen Medien teilen dabei als Multiplikatoren ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit interessierten KollegInnen in kurzen Mikrofortbildungen.

7. Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler

Lernförderlicher Distanzunterricht und Mischformen aus Distanz- und Präsenzunterricht stellen hohe Anforderungen an die Medienkompetenz der SuS.

Hierfür gilt der Medienkompetenzrahmen NRW als orientierende Grundlage:

  1. Bedienen und Anwenden (z.B. Informationen systematisch speichern)
  2. Informieren und Recherchieren (z.B. relevante Informationen zusammenstellen)
  3. Kommunizieren und Kooperieren ( z.B. Arbeitsergebnisse mit anderen teilen)
  4. Produzieren und Präsentieren ( z.B. ein Erklärvideo erstellen)
  5. Analysieren und Reflektieren (z.B. Medien kritisch beurteilen)
  6. Problemlösen und Modellieren ( z.B. Bedeutung von Algorithmen für soziale Medien reflektieren)

Dies bedeutet konkret, dass diese Kompetenzen unter Berücksichtigung der Klassenstufe, während einzelner Unterrichtsphasen vermittelt werden. Es war uns z.B. wichtig, dass alle Erstklässler die ANTON APP bedienen und anwenden können, um im Falle eines Lockdowns zu Hause damit umgehen zu können. Die Vermittlung von weiteren Kompetenzen gestaltet sich aufgrund der mangelhaften Ausstattung der Schule zurzeit schwierig.